Automobielindustrie und Motorisierung

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Anfänge der Automobilindustrie und der Motorisierung

Nach dem Ersten Weltkrieg gab es im Hinsicht auf Automobile, fast nur Vorkriegsmodelle auf dem Markt. Mit Beginn der zwanziger Jahre wuchs jedoch eine neue, leistungsfähigere Autogeneration heran. Deutsche Automobile waren international sehr gefragt, durch Automobilhersteller wie unter anderem Maybach, Daimler-Benz, BMW(Bayern), Wanderer und Adler, die jährlich ihre neuesten Modelle vorstellten und auf den Markt brachten. Besonders beliebt bei Käufern waren waren Cabriolets. [1]

Motorisierung und Temporausch

Die Motorisierung stand für technischen Fortschritt und Modernisierung. Als Zeichen für modernen Fortschritt, Geschwindigkeit, wie auch Unabhängigkeit als Freiheit, stand das Motorrad. Vor dem Ersten Weltkrieg war dies noch ein Luxusartikel, durch die verbesserte wirtschaftliche Lage nach der Inflation, stiegen die kostengünstigen Fließbandproduktion, stiegen die Verkaufszahlen von Motorrädern stark an. Dadurch eroberten in den 1920er Jahren die Kraftwägen und Motorräder die Straßen. Im Zeitraum von 1921 bis 1924 vervierfachte sich der Bestand von Motorrädern in Deutschland von 26.700 auf rund 98.000 Maschinen und bei PKW´s liegen die Zahlen bei 59.000 bis 130.000. Unter "Temporausch" versteht man den Zeitgeist der 1920er Jahre - Es waren hauptsächlich Junge Leute, die sich ihren Traum von Unabhängigkeit und Geschwindigkeit erfüllten, indem sie Wochenendausfahrten ins Grüne tätigten. Trotz der erhöhten Produktion und damit kosten- und preisgünstigeren Kleinwägen und Motorrädern, konnten sich nur wenige diesen Spaß leisten. [2] [3]

Der Taylorismus

Der Taylorismus beschreibt den Produktionsprozess in dem präzise Einzelvorgänge zerlegt wurden Dementsprechend wurde die Leistung des Arbeiters entlohnt wurde. Die Arbeit in Fabriken wurde maschinenartiger und abgestumpfter, denn die Arbeit wurde dabei nur auf das Nötigste reduziert. Jeder Arbeiter praktizierte einen eigenen Arbeitsschritt, den er für jedes Teil erneut anwendete und dieses anschließend zum nächsten Arbeiter, mit individuellem Arbeitsschritt, weiterreichte. Alle Arbeiter fungierten zusammen wie eine große Maschine, in der jeder Arbeiter seine eigene Funktion besaß. [4]

Fordismus

Die Grundlage des Fordismus ist ein von Henry Ford entwickeltes System der Rationalisierung der Produktion durch Massenfertigung. Er setzt sich aus der Taylorisierung und der Mechanisierung zusammen. Fordismus ist der analytische Begriff für eine kapitalistische Gesellschafftsformation, die sich durch Massenproduktion und Massenkonsum ausgezeichnet wird. Die Preissenkung und höhere Entlohnung sollten mehr Kaufkraft schaffen. Es ist eine Fließbandproduktion. Die Fabriken konnten dank der Fließbandproduktion schneller Autos/ Motorrädern herstellen [5]

Rationalisierung

Rationalisierung ist eine betriebswirtschaftliche Theorie und Praxis. Kennzeichen sind, dass gezielt Veränderungen gestaut, realisiert und kontrolliert um ein bestimmtes Ziel unter neuen Bedingungen zu ermöglichen. Die Ziele können dabei Verschiedenes sein. Rationalisierung steht vor allem für Produktions- und Wirtschaftlichkeitssteigerung. [6]

Gegner und Befürworter

Vor allem junge Leute stimmen für die Motorisierung , da ihnen die Motoriierung ein Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit gibt. Gegen die Motorisierung waren alte Leute, die das alles noch nicht so gekannt haben, aber auch die Armen sind dagegen, da sie sich sowas einfach nicht leisten konnten. Reiche Leute befürworten die Motorisierung, weil sie sich den "Luxus" leisten konnten. Auch Frauen waren für die Modernisierung, weil vor allem die Rolle der Frau gleichberechtigter wurde, Dagegen waren frauenfeindliche Männer.

Goldene Zwanziger golden für jeden?

Nein nicht für alle, weil nur diejenigen mit Geld sich zu dieser Zeit alles leisten konnten. Aber für viele Frauen waren die "Goldenen Zwanziger" ein großer Fortschritt, wegen der Gleichberechtigung. Junge Leute waren besonders von der Motorisierung fasziniert. Die Goldenen Zwanziger waren nur für Leute mit viel Geld "golden", sowie junge Leute und Frauen.

Aus heutiger Sicht

Durch die Goldenen Zwanziger wurde heute erst vieles so wie es ist. Die Motorisierung in den 20er Jahren war der erste Schritt zur heutigen Automobilindustrie. Genauso wie Heute wurden die Automobile in Massen hergestellt, jedoch gibt es heute viel mehr Auswahl an Automarken und Modelle. Die Goldenen Zwanziger wirkten für die damalige Zeit sehr modern.

Quellen

  1. https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/alltag/motorisierung
  2. https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/alltagsleben/automobile-in-der-weimarer-republik.html
  3. Zit.nach: Huschke von Hanstein,Fritz: Fritz des Kleinen Pferd hieß Spatz. Das Rittergut Unterhof an der Werra-Eine Jugend auf dem Lande: politikfern, aber stramm deutschnational, in: Pörtner, Rudolf(Hrsg.), Alltag in der Weimarer Republik. Kindheit und Jugend in unruhiger Zeit, München 1993, S.234-248.
  4. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/taylorismus.html
  5. http://docupedia.de/zg/Fordismus
  6. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/rationalisierung.html