Sport

Aus Die Goldenen Zwanziger Wiki
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Neuerungen im Sport

Seit der Reichsgründung 1871 war das Turnen im Militär und in Schulen festgesetzt. Zu dieser Zeit hatten Sportarten keine Chance, Popularität zu erlangen. Seit den 1920ern gibt es gesetzlich einen 8-Stundentag. Dies ermöglichte vielen Leuten weitere Freizeitaktivitäten wie Sport,, weshalb viele Leute nach ihrem 8 Stundentag in einen Sportverein gingen. Zum Interesse des Sportes trugen auch Veranstaltungen, wie Flugtage, Turnfeste und Autorennen bei. [1]Besonders beliebt wurden Boxen, Fußball und der Radsport. Anfang der 1920er wurde das Rhönrad erfunden. Fußball war schon seit Ende der 1890er bekannt, jedoch blühte er erst 1920 in dem goldenem Zeitalter des Sports auf. Seit den 1920ern, gab es auch die Sportberichterstattung. Jedoch betrieben verschiedene Einkommensschichten auch verschiedene Sportarten. [2]

Turntradition vs. Sport

Am Dezember 1922 wurde Turnvereine und Sportvereine voneinander getrennt. Seitdem musste man, wenn man Sport machen wollte, zwischen einem Sport- oder Turnverein entscheiden, da man nur eines der beiden machen durfte, denn die Turnvereine sahen im Sport statt einer Vielseitigkeit nur eine Einseitigkeit und Spezialisierung sahen, und, dass statt der Gemeinschaft die Leistung betont wurde. Auch sei der Sport durch das Rekordstreben ungesund und die Konkurrenz fördere die Erziehung zum Individualismus und zum Egoismus. Turnen wurde dann auch aus den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Jedoch gab es nicht nur Konflikte zwischen dem Turnen und dem Sport, sondern auch innerhalb des Sports selbst.[3]

Frauen im Sport

In den Goldenen Zwanzigern befreite der neue, revolutionäre Kleidungsstil den Körper der Frau. Die Frau war dynamisch, unabhängig und selbstbewusst. Sie fuhr Auto, trieb Sport und rauchte in der Öffentlichkeit . Dieser neue Lebensstil konnte jedoch nur von einem Teil der Gesellschaft ausgelebt werden, von denen, die es sich leisten konnten. Vor den Goldenen Zwanzigern trug die Frau eher züchtige, zurückhaltende Kleidung, welche in den Zwanzigern dann aber in freizügige, sportlichere Kleidung eingetauscht wurde. Zwischen 1922 und 1934 fanden alle vier Jahre Olympische Frauenspiele statt.[4]

Kritik

Es gab positive, aber auch negative Kritik. Positive Kritik gab es unter anderem von Sebastian Hauffner."Es ist der letzte deutsche Massenwahn, dem ich selbst erlegen war", sagte er über den Sport. Er nimmt an vielen Wettbewerben teil und weiß fast alles über Mittel- und Langstreckenlauf, wie zum Beispiel deren Zeiten. „Und ich empfand das volle Glück, mich dabei mit tausenden, zehntausenden, ja eigentlich mit allen in voller Übereinstimmung zu befinden.“, so Hauffner. [5]

Es gab aber auch negative Kritik, wie zum Beispiel von Emmy Haux, einer erfolgreichen Leichtathletin.Sie beschwert sich darüber, dass man Sorge um die Gesundheit der Frau beim Sport habe, obwohl, laut ihr, genau das Gegenteil der Fall sei und nur in vereinzelten Fällen der Sport einer Dame geschadet habe. Darunter soll, laut ihr, die Allgemeinheit nicht leiden dürfen.[6]

Beurteilung

„Goldene Zwanziger-golden für jeden?“- Auf diese Frage sind wir im Bereich des Sports zu folgender Erkenntnis gekommen: Diese Jahre waren nicht für jeden Teil der Bevölkerung so golden wie für andere Teile, doch es war ein wichtiger Umschlag für die damalige Gesellschaft. Vor allem durften jetzt auch Frauen öffentlich an, jetzt vielzähligen, Sportveranstaltungen teilnehmen. Leider verfeindeten sich schnell Sport- und Turnvereine, und nicht jeder konnte sich finanziell diesen Luxus gönnen.

Bewertung

Im Thema Sport hat sich aus heutiger Sicht viel verändert: Man kann z.B. an mehreren Vereinen gleichzeitig teilnehmen. Außerdem sind Frauen heutzutage im Bereich Sport komplett Gleichberechtigt, und der Sport wurde allgemein viel internationaler.

Einzelnachweise

  1. http://www.kubiss.org/hkk-20er-jahre/freizeit.html
  2. http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/104043.html
  3. http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/104043.html
  4. http://www.dosb.de/de/gleichstellung-im-sport/service/news/detail/news/100_jahre_frauensport_1920_bis_1930/
  5. Wesp, Gabriela: Frisch Fromm Frau. Frauen und Sport zu Zeit der Weimarer Republik, Königstein/taunus 1998, S. 9, S. 11, S.58
  6. Zit. nach: Freytag, Nils(Hrsg.): Quellen zur Innenpolitik der Weimarer Republik 1918-1933, Darmstadt 2010, S.129